Infos Maremmano-Abruzzese
Herdenschutzhunde „Cane da Pastore Maremmano-Abruzzese“
Unsere zwei Herdenschutzhunde, Cecina und Carlotta, sind Arbeitshunde und für den Schutz der Alpakas und des Territoriums zuständig. Wir haben sie frühzeitig auf Alpakas sozialisiert, geprägt und ausgebildet. Sie halten durch ihre Präsenz Beutegreifer sowie Seuchen- und Parasitenüberträger fern, was gerade auch in Zeiten der Wiedereingliederung von Wölfen und Bären ein Aspekt ist. Sie begleiten häufig die Alpakaherden oder suchen sich strategisch günstige Aussichtspunkte, damit ihnen nichts entgeht. Über neugeborene Alpakafohlen wachen sie in der ersten Zeit besonders aufmerksam.
Steckbrief
Der „Cane da Pastore Maremmano-Abruzzese“ ist ein großer, kräftiger Hund mit dem Körperbau eines schweren Hundes und majestätischer Erscheinung.
Farbe: Weiß, ohne Abzeichen
Größe: Rüden: 65 – 73 cm Hündinnen: 60 – 68 cm
Gewicht: Rüden: 35 – 45 kg Hündinnen: 30 – 40 kg
Herkunft, Aufgabe
Der Name der Rasse dieser Hunde ist „Cane da Pastore Maremmano-Abruzzese“. Die Rasse ist sehr alt, ihre Geschichte reicht mit einiger Sicherheit bis zur Ära des Römischen Reiches zurück. Die Rasse stammt aus dem Landstrich zwischen der westlichen Toskana (Maremma) und den Abruzzen. Ein deutscher Name (von mehreren) ist italienischer Schäferhund. Dieser Name ist jedoch irreführend, da es niemals Aufgabe dieser Hunde war Schafe zu treiben. Ihre Aufgabe war der Schutz der Herde sowie des Hofes und seiner Menschen.
Charakter
Herdenschutzhunde, insbesondere „Cane da Pastore Maremmano-Abruzzese“, haben ein besonders ausgeprägtes Wach- und Schutzverhalten bezogen auf ihr Territorium und den dazu gehörenden Tieren und Menschen. Mitunter sind sie recht eigensinnige Genossen und auf keinen Fall “Kommando”-Hunde, die sofort auf Kommandos hören. Daher sind diese Hunde nicht primär als Sporthunde oder Freizeitbegleiter sowie für den Hundeübungsplatz geeignet. Das heißt nicht, das die Hunde keine Kommandos lernen können oder nicht intelligent sind, ganz im Gegenteil. Bestimmte “Mindest”-Kommandos müssen sein, nur dass der Hund eben diese nicht sofort ausführt. Wenn ein Herdenschutzhund gerade eine Schutzaufgabe wahrnimmt, hat diese Vorrang. Zurückzuführen ist diese Verhaltensweise auf die über lange Zeit hinweg angezüchteten/selektierten Eigenschaften. Herdenschutzhunde sind während ihrer “Arbeitszeit”, z. B. Schutz von Schafherden ohne Beisein von Menschen, meistens auf sich selbst gestellt, wobei die dazu notwendige Eigenständigkeit und Eigensinnigkeit resultiert. Den Hunden kann man erzieherisch keinen “Kadavergehorsam” aufzwängen. Wird dies trotzdem versucht, werden sie krank oder verhaltensgestört. Obwohl die Hunde ihr Territorium offensiv verteidigen, indem sie potenziellen Gefahren entgegengehen und die Konfrontation insofern eher suchen, sind sie nicht aggressiv. Vorrangiges Ziel der Hunde ist es durch Drohverhalten, wie z. B. Bellen, mögliche Eindringlinge abzuhalten.
Herdenschutzhunde können auch als Familienhunde eingesetzt werden, wozu die Hunde entsprechend geprägt und sozialisiert werden müssen. Wichtig ist auch genügend Platz, wie z. B. ein Haus mit großem Garten.